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Forsa-Umfrage: Gewalt gegen Kinder

Sie tun es, wenn auch mit schlechtem Gewissen: In einer repräsentativen Forsa-Umfrage gab fast die Hälfte der Eltern zu, ihre Kinder zu schlagen. RBB-Fernsehen hat zu dieser aktuellen Studie die Fachstelle Kinderschutz befragt.

In Deutschland schlägt fast die Hälfte der Eltern ihre Kinder. In der Forsa-Umfrage gaben etwa 40 Prozent der Mütter und Väter an, ihre Kinder mit einem Klaps auf den Po zu strafen, 10 Prozent verteilen nach eigenen Angaben Ohrfeigen. Anders als früher schlagen die meisten Mütter oder Väter aber nicht aus Überzeugung zu, sondern aus Hilflosigkeit, so die Studie. Den Großteil der Eltern packe danach ein schlechtes Gewissen. Zudem ist im Vergleich zu den Jahren 2006/07 die Zahl der Körperstrafen zurückgegangen.

In der Umfrage für die Zeitschrift Eltern bekennen sich vier Prozent der Mütter und Väter auch zu harten Körperstrafen wie den Hintern versohlen. Vor fünf Jahren waren es noch sechs Prozent. Strafen wie ein Schlag auf den Po gingen um sechs Prozent, Ohrfeigen um ein Prozent zurück. Eine Rolle bei der Anwendung von Gewalt spielt der Umfrage zufolge das Leben der Eltern: Wer früher selbst geschlagen wurde, haut eher zu.

Der Forsa-Studie zufolge werden Jungen häufiger geschlagen als Mädchen, was die Forscher als Nachwirkung traditioneller Rollenvorstellungen werten. In großen Familien verteilen Eltern deutlich mehr Ohrfeigen als bei Einzelkindern – was mit mehr Stress in einer kinderreichen Familie zu tun haben könnte.

Interview mit der Fachstelle Kinderschutz: BRANDENBURG AKTUELL vom 12.03.2012

Forsa-Umfrage "Gewalt in der Erziehung" - Die Ergebnisse

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